All The Bright Places – Rezension

Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Rezension. Heute soll es um das Buch „All the Bright Places“ gehen, oder zu Deutsch „All die verdammt perfekten Tage“. Ein Buch, dass ganz besonders ist…

P.S.: Es könnte eventuell sein, dass mehr als ein Zitat kommen könnte. Könnte… lol

Inhalt:

(Englisch:)

When Finch and Violet meet on the ledge of the bell tower at school, it’s unclear who saves whom. And when they pair up on a project to discover the “natural wonders” of their state, both Finch and Violet make more important discoveries: It’s only with Violet that Finch can be himself—a weird, funny, live-out-loud guy who’s not such a freak after all. And it’s only with Finch that Violet can forget to count away the days and start living them. But as Violet’s world grows, Finch’s begins to shrink.

(Deutsch:)

Ein Mädchen lernt zu leben – von einem Jungen, der sterben will

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…

 

There aren´t many people who would say this about me, but the great thing about this life of ours is that you can be someone different to everybody.

(All The Bright Places, Seite 34)

Da sind nicht viele Leute, die das über mich sagen würde, 
aber das gute über unser Leben ist, dass du zu jeder Person 
jemand anderes sein kannst.

Allgemeines:

  • Name: All the Bright Places
  • Autor/in: Jennifer Niven
  • Preis: 8,99€ (Paperback)
  • Verlag: Knopf Books for Young Readers
  • Cover: Paperback
  • Seiten: 378
  • Genre: Contamporary
  • Goodreads-Durchschnitt: 4,20 Sterne
  • ISBN: 978-0-141-35703-4

 

 

Meinung:

  • COVER: Dieses Cover ist zeitlos und wird wahrscheinlich auch noch später für Aufmerksamkeit sorgen. Die Post-Its sind in schönen Pastelfarben gehalten und gerade durch diese Post-Its bekommt man ein gutes Gefühl. Ein kleines Problem habe ich mit der Haptik eben dieser. Sie haben sich beim Halten des Buches nicht sonderlich angenehm für mich angefühlt. Alles in Allem gefällt mir dieses Cover gerade wegen seiner Schlichtheit ziemlich gut. By the way, der Klappentext wird auf der Rückseite umgeändert ebenfalls durch Post-Its dargestellt und das gefällt ebenfalls extrem gut.

„We do not remember days, we remember moments.“

(All The Bright Places, Seite 315)

Wir erinnern uns nicht an Tage, wir erinnern uns an Momente.
  • KLAPPENTEXT: Ehrlich gesagt habe ich beim Kaufen überhaupt nicht auf den Klappentext geachtet, da meine Nele mich so davon überzeugt hatte, dass dieses Buch unvergesslich ist. Wenn ich mir das jetzt aber im Nachhinein überlege, fällt mir auf, dass „All die verdammt perfekten Tage“ mir schon ein Begriff war und ich auch den Klappentext schon kannte. Und nach dem deutschen Klappentext hätte ich mir dieses Buch auch nicht gekauft. Der englische sagt ja im Endeffekt genau das gleiche, deswegen bin ich froh, das auf der Rückseite des Buches, der Klappentext in Post-Its von den Protagonisten und einem Erzähler umgestaltet wurde, weil mich das doch angesprochen hat. Alles in Allem ist es kein Knaller an Klappentext, aber dank Nele habe ich dieses Schätzchen ja doch mitgenommen und gelesen.

 

She is collecting all the unhappy, mad, bad, unpleasant words and keeping them for herself. „Why are we doing this, Dec?“ „Because they shoudn´t be in there mixed with the good. They like to trick you.“

(All The Bright Places, Seite 166)

Sie nimmt sich alle die unglücklichen, 
zornigen, bösen, unangenhemen Wörter und behält sie für sich. 
„Warum machen wir das, Dec?“ 
„Weil sie nicht darin mit den guten vermischt sein sollten. 
Sie tricksen dich gerne aus.“
  • PROTAGONIST/IN UND CHARAKTERE: Finch ist bae. Ich meine, jetzt mal ernsthaft, ich mochte diesen Kerl von der ersten Seite an und kann euch nicht mal genau sagen, woran das liegt. Er ist ein toller Freund für Brenda und vor allem auch für Violet, hat einen eins A Charakter, der tief geht. Seine Gedanken sind absolutes Gold wert, genauso wie sein Humor. Also, bitch please, he´s kinda perfect (Betonung liegt an dieser Stelle auf „kinda“, was „irgendwie“ heißt, für alle, die Englisch jetzt nicht so unbedingt mögen – sorry an dieser Stelle. Wenn ihr Glück habt, habe ich euch die ungefähre Übersetzung der Zitate mit dazu geschrieben, lol). Jetzt zu Voilet. Oh meine Güte. Ich habe eine Weile gebraucht, um mit diesem Mädchen klar zu kommen. Sie kam mir so abgehoben vor, mit ihren perfekten Eltern, ihren perfekten Freunden und ihrem fast perfekten Leben. Natürlich weiß man ab der ersten Seite, dass der Unfall ihrer Schwester ihr eine größere Last ist, als ihre Freunde merken, aber unbedingt sympathischer hat sie mir das nicht gemacht. Ein Detail an ihrem Charakter fand ich dann aber doch sehr interessant und dann tatsächlich auch gut umgesetzt, wie das, was sie mal liebte und aufgeben hatte, wieder für sich entdeckt. Ihre Gedanken vor allem gegen Ende fand ich dann nicht so cool und als dann auch noch der komplette dritte Teil aus ihrer Sicht war, habe ich schon erstmal gestöhnt. Aber trotz anfänglichen Schwierigkeiten, sind Voilet und ich dann doch Freundinnen geworden, wenn auch keine engen. Weitere wichtige Charaktere waren eigentlich nur Finchs Familie, Voilets Familie und Brenda. Finchs Familie muss ich aufgliedern. Einmal sind da seine Schwester und seine Mutter: Dec ist total toll, auch wenn man nicht viel von ihr mitbekommen hat, konnte ich sie vor allem in einer bestimmten Situation super gut nachvollziehen. Seine große Schwester Kate, war zu erwachsen für ihr Alter, was aber natürlich auch sein musste, wegen Mrs. Finch, die mehr oder weniger psychisch labil ist. Apropos seine Mutter: mir war sie unsympathisch aus dem einfachen Grund das sie sich nicht wirklich um ihre Kinder kümmert und wenn man sich das so anschaut, sie auch gar nicht wirklich haben will, weswegen Kate eine riesige Hilfe ist. Meiner Meinung nach, eine absolute Frechheit! Und auf der anderen Seite ist natürlich Finchs Vater mit der neuen Familie: Was ein absolutes Arschloch! Hinterlässt seiner labilen Ex drei Kinder, die er gefühlt alle nur leiden kann, wenn sie lieb und nett sind und keiner freaking Seele was zu Leide tun! Arghh, dieser Mann macht mich wütend! Seine neue Frau war ganz okay, sie hat wenigsten in schwierigen Situation den Wind aus den Segeln genommen. Und der kleine Sohn, von dem ich den Namen schon wieder vergessen habe? Na ja, anfangs unsympathisch, am Ende ganz okay… Und Brenda war anfangs eine gute Freundin für Finch und am Ende eine für Voilet. Sie selbst war ganz nett und mit ihr bin ich doch relativ gut klargekommen.

„May your eye go to the Sun, to the wind your soul….  You are all the colors in one, at full brightness.“

(All The Bright Places, Seite 338)

Sollen deine Augen zur Sonne gehe, deine Seele zum Wind… 
Du bist alle diese Farben in einem, der volle Glanz.“
  • DIE GESCHICHTE: Okay, nachdem ich mich eben bei den Charakteren ganz schön ausgelassen habe, muss ich euch jetzt also eine kleine Zusammenfassung zur Geschichte geben… Ähm, die Rezension ist etwas länger als sonst, lol. Also, es fängt damit an, dass sich unsere beiden Lieblinge auf dem Glockenturm ihrer Schule treffen. Finch, für den die Frage, ob heute ein guter Tag zum Sterben wäre, nichts Neues mehr ist, bekommt mit, wie Voilet ebenfalls da ist und sie ist völlig durch den Wind. Normalerweise ist er allein da, weiß also nicht, wie er jetzt mit Voilet umgehen soll, die auch noch zu den ganz Beliebten gehört, die er sonst geflissentlich meidet. Tatsächlich schafft er es Voilet davon abzuhalten, sich in den Tod zu stürzen und bekommt sie vom Glockenturm. Kaum sind sie unten, wird Violet zur Heldin: sie hätte Finch gerettet. Von da an, macht er immer kleine Späße im Geographie Unterricht mit ihr und ihre Freunde fragen sie immer was der „Freak“ von ihr wolle. Und dann sollen sie eine Partnerarbeit machen, indem sie Indiana, ihren Heimatstaat, besser kennenlernen sollen, bevor sie zur Uni gehen. Finch verpflichtet Voilet mehr oder weniger mit ihm dieses Projekt zu machen und so muss sie immer mehr Zeit mit dem „Freak“ verbringen – und wären er ihr die Augen gegenüber wieder öffnet, kann sie ihn nicht mehr vor seinem eigenen Abgrund beschützen. So viel zur Zusammenfassung. Mir persönlich hat diese Geschichte extrem gut gefallen, weil sie wahre und tiefe Gefühle/Gedanken/Menschen birgt. Voilet und aber vor allem Finch sind mir ans Herz gewachsen und trotz, dass ich einen Plot schon wusste (ich konnte es nicht aushalten und habe damals als Nele es gelesen ihr eine entscheidende Frage gestellt und dadurch ein wichtiges Detail erfahren – tut es nicht.) hat es mich aus den Socken gehauen. Und nicht im Positiven – versteht mich nicht falsch, der Schreibstil war super, nur den Plot fand ich aus Lesersicht total daneben, aus Story-Line-Sicht aber vollkommen logisch, anders wäre es komisch (wenn auch für den Leser schöner) gewesen. Das Buch kam übrigens komplett ohne Spannung zu Recht (bis auf diesen Plot AHHH) und das stört auch nicht, weil es einfach nicht gepasst hätte, wenn sie auf einmal große Abendteuer erlebt hätten, von denen in ihren Herzen mal abgesehen. Ich habe das schlechte Gefühl, schon viel zu viel gesagt zu haben… Ähm… Pech gehabt ;D

The thing I realize is that it´s not what you take, it´s what you leave.

(All The Bright Places, Seite 376)

Die Sache, die ich realisiert habe ist, dass es nicht drauf ankommt, 
was du nimmst, sondern es ist das, was du dalässt.

Punktezusammenfassung:

  • Cover: 4,5 von 5 Lesezeichen
  • Klappentext: 3 von 5 Lesezeichen
  • Charaktere: 4,5 von 5 Lesezeichen
  • Geschichte: 5 von 5 Lesezeichen
  • Insgesamt: 17 von 20 Lesezeichen
  • Meine (Goodreads-)Wertung: 5 Sterne

Fazit: Alles in Allem hat mir All The Bright Places also extrem gut gefallen, was mich tatsächlich ein wenig gewundert hat, denn normalerweise mag ich Bücher, die Nele mir empfiehlt, nicht wirklich. Ich was, total komisch, denn umgedreht mag sie 90% der Bücher, lol. However, Finchs und Voilets Geschichte hat mir wirklich besonders gut gefallen, in allen ihren Facetten.

 

So, dass war´s dann jetzt endlich mit dieser Rezension. *wischt sich den Schweiß aus der Stirn* Nein, aber Spaß beiseite, ich glaube, dass ist mit Mein Herz und andere schwarze Löcher die längste Rezension, die ich je geschrieben habe. Schreibt mir mal, ob euch das so gefällt, oder kurze Rezensionen besser sind 😀

Macht euren Tag zu etwas Besonderen

and keep on reading <3

 

P.S.: Eigentlich sollte diese Rezi schon im Februar kommen sollte… :‘)

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